Tragödie

Während wir gestern drinnen bei Schaumrollen und Faschingskrapfen saßen, hörte der kleine Sohn Aufregung im Hühnergehege und musste vom Balkon aus zusehen, wie ein riesiger Raubvogel eine Henne regelrecht zerlegte.

Der Schrecken und die Trauer sind groß, wo doch die Hühner seine Lieblingstiere sind. Nach langem Weinen musste er erbost ein Bild zeichnen, auf dem der Vogel mit Flüchen belegt und ge-ixt wird. Außerdem hat er beschlossen, eine Vogelscheuche zu basteln. Oder auf ein Roboterhuhn zu sparen.

Da nützt auch alles Erklären nichts, dass auch Raubvögel Hunger haben – die Wut auf die Natur bleibt.

Und (wieder mal) die Erfahrung, dass wir unsere Kinder von schmerzhaften Dingen nicht fernhalten können, auch wenn es diesmal nur eine Henne war.

Hene

One Comment

  1. Oh nein, wie traurig!
    Ich kann das so gut nachvollziehen, wir hatten ja schon einige Male einen Habicht hier. Schöne, imposante Vögel, aber können die nicht lieber Feldkaninchen essen?
    Und man kann Kinder halt einfach nicht von schlimmem fernhalten.
    Und auch wenn es makaber klingt, je öfter das passiert, desto entspannter werdendie Kinder damit. Ich weiß nicht ob das jetzt toll ist oder nicht, aber bei uns ist mittlerweile so oft ein Huhn gerissen worden, dass die Kinder zwar traurig sind, aber sie nicht jedes Mal ein gebrochenes Herz davontragen…

    Das Bild Deines Sohnes erinnert mich an eines, das mein großer Sohn gemalt hat, als sein Lieblingshuhn gerissen wurde: http://www.alchemikus.de/maufeline/2011/12/gastbeitrag-vom-grosen-sohn.html
    Im Text steht zwar, dass wir einen Marder vermuten, aber mittlerweile erkennen wir die unterschiedlichen Reißarten von Marder und Habicht, das Huhn in diesem Beitrag wurde von einem Habicht gerissen…

    Liebe Grüße
    Katha

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