Fatzratz

S chon seit Wochen bewundere ich all die schönen genähten Sachen auf anderen Blogs. Und ich würde auch gerne besser nähen können. Also habe ich meine Uralt-Nähmaschine hervorgekramt und zuerst einmal ausgetestet, ob sie überhaupt noch näht. Sie ist immerhin ein Erbstück von meiner Schwiegermama und wurde von meinen Schwägerinnen bei ersten Nähversuchen mit Bravo-Pickerl verziert. Und Madonna ist auf einem dieser Pickerl noch sehr jung. Den schrägen Fotos nach aus dem Anleitungsheft kommt die Maschine aus den tiefsten 70-er Jahren und wurde sicherlich noch nie gewartet. Bisher habe ich damit nur Vorhänge genäht, bei jedem Umzug neue Vorhänge, also sehr viele… Nur für das Klushus sind bisher Vorhänge noch nicht notwendig – es steht noch ein größerer Umbau bevor, erst dann wird eingerichtet und verschönert.

Also habe ich schnell ein paar Ratz-Fatz-Taschen genäht – nicht nur als Nähmaschinen Testlauf, sondern auch, weil mich die Werbungsstofftaschen, die ich bisher zum Einkaufen verwendet habe, nerven. Ich weiß nicht, wie es diese Taschen in meinen Haushalt geschafft haben – sie waren eines Tages einfach da. Dabei war ich noch nie in Pauli´s Stuben in Purbach, kaufe nicht auf dem Wochenmarkt in Rankweil und auch in der schönen Stadt Hamburg war ich leider noch nie. Vielleicht sind diese Taschen Teil einer Verschwörung. Sie werden unauffällig in Schränke gehängt, heimlich untergejubelt und wie ein Virus weiterverbreitet. Kleine graue Herren schleichen durch die Welt und schauen, wie weit es die Taschen geschafft haben. Und die, die am weitesten gereist ist, bekommt vielleicht einmal einen Preis. Eine neue beschriftete Stofftasche z. B.

Ganz schnelle, ungepimpte Taschen aus netten Stöffchen – davon werde ich noch mehr als Geschenksverpackungen nähen. Allerdings näht die Maschine nicht mehr ganz einwandfrei, der Unterfaden zickt. Vielleicht finde ich das Problem. Oder soll ich auf eine neue Maschine sparen?!

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