immer das gleiche hier

Oh nein, nicht mein Alltag, der ist keineswegs immer gleich und langweilig. Vielleicht muss ich deshalb immer die gleichen Schnitte wieder verwenden, irgendeine Konstante braucht man ja im Leben.Diesmal in der absolut kombiniersicheren Version: Ooga booga mit rot gepunktet – da kann man gar nichts falsch machen.Schnitt: Ottobre 3/11 – einer meiner Lieblingsschnitte: schnell zugeschnitten, schnell genäht, bequem zum Anziehen, super Passform und einfach herzig.

noch ein piep

Eines der ersten T-Shirts, das ich genäht habe, war das Piep-Shirt. Vor kurzem habe ich den Schnitt in größer abgepaust und wieder genäht. Und verglichen mit dem 1. Shirt habe ich mich im Halsausschnitteinfassen sehr verbessert – heute geht das schon schnell und problemlos, allerdings verwende ich jetzt auch einen breiteren Schrägbandformer. Ich nähe immer noch nach der Muthase-Anleitung, die ist sehr gut erklärt!

Danke Anneliese für den Stoff!Seit ich draufgekommen bin, dass meine Nähmaschine einen Stich hat, der fast wie gecovert aussieht, werden auch die Abschlüsse viel ordentlicher!Schnitt: Ottobre 3/2011, Gr. 98

Badgespräch mit dem 4-Jährigen: “Mami, warum hast du, wenn du mir die Zähne putzt, soviele Wellen auf der Stirn?”

hübschräuber

Es wird doch wirklich Zeit für kurze Ärmel! Die kurzen Ärmel sind ja auch nicht das Problem, nur die weiten Ärmel stören mich ein bisschen. Das werde ich wohl beim nächsten Versuch anders probieren. Aber sonst gefällt es mir sehr, das Shirt. Und dem Kind erst! Kaum war der letzte Stich getan, heute schnell vor dem Frühstück, während die frischgebackenen Brötchen vor sich hin bräunten, schwupps, war es schon angezogen (und kurz darauf natürlich dreckig – was nicht verhindert hat, dass das Shirt in diesem Moment immer noch getragen wird).Und bei soviel Hubschraubern kam mir doch heute wieder eine Geschichte in den Sinn: Ich habe früher mal in Wien in einer Sprachschule Deutsch als Fremdsprache unterrichtet. Und als das Wort “Hubschrauber” vorkam, meinte ein polnischer Student nach einer langen Denkpause ganz verwirrt, er könne sich das mit dem “Räuber” ja noch erklären, aber warum es auch noch “hübsch” heiße, das verstehe er überhaupt nicht.

piep!

Viel entsteht hier derzeit nicht. Aber zwischendurch ein paar Kleinigkeiten für die Geschenkekiste, das geht sich immer aus.

schneckig

Eh nur zwei Monate Verspätung, das Geburtstagsgeschenk! Aber das Geburtstagskind nimmt´s mit Gelassenheit und freut sich trotzdem, auch über die knalligen Farben, die am Knäuel gar nicht so wild ausgeschaut haben. (Und wieder eine Sockenwolle weniger, ich erinnere an mein Mantra: “Erst wenn alle weg sind, darfst du dir richtig schöne + gute + handgefärbte Wolle kaufen!”)gestrickt aus Zitron trekking (XXL), Waves and Piers Socks aus der Little Box of Socks

Und die Verpackung aus dem wunderschönen Apfel-und-Birnen-Stoff, den ich von Helga bekommen habe.

immerhin

Zwei Tage hat er durchgehalten. Natürlich mit Besuchen und Essen bei uns. Also hauptsächlich den ganzen Tag bei uns. Nur zum Schlafen ging er konsequent nach unten in Opas Büro (“Nein, du musst nicht mitkommen mich zuzudecken, geh rein, gute Nacht.”) Diese Nacht fiel er jedoch vom Bürosofa und so kehrte er heute Abend ohne große Ankündigung in sein breites Bett zurück (“Aber ich bin trotzdem nicht mehr der Bruder von der kleinen Schwester.”)

 

(“Und das mit der Oma, dass die jetzt die Mama ist und der Opa der Papa, das stimmt nicht. Das habe ich falsch gesagt.”)

da waren´s nur noch drei

Mein Sohn ist ausgezogen. Eigentlich dachte ich, das könnte ich frühestens in sechs Jahren schreiben, aber heute ist es soweit. Und es ist nicht der ältere Sohn! Der Vierjährige hat den Nachmittag bei der Oma verbracht und als ich ihn am Abend heraufholen wollte und er (wieder einmal) einen lauten Streit mit seiner kleinen Schwester hatte (weil sie auch ein Bonbon aus Omas Zuckerldose wollte, und zwar – Frechheit – das gleiche wie er), meinte er, er wolle nicht mehr ihr Bruder sein. Und er würde jetzt bei der Oma wohnen. Ich fragte ihn, ob er denn gar nicht mehr hinauf kommen wolle, und er meinte ganz diplomatisch, er würde einen Tag unten essen, einen oben, einen unten, einen oben. Aber seine Mama wäre jetzt die Oma und sein Papa der Opa. Das nahm ich dann doch ein bisschen persönlich.

Zur Untermauerung seines Unterfangens hat er seine Bettdecke nach unten geschleppt und auf die Ofenbank gelegt – das wäre sein neues Bett, dort werde er nun wunderbar schlafen. Völlig zufrieden, entspannt und gut gelaunt pendelt er seither zwischen oben und unten, war zwischendurch mit dem Opa die Schafe füttern, hat mir großzügig ein Ei aus dem Hühnerstall gebracht und ist glücklich wie schon lange nicht mehr. Mal schauen, wie es wird, wenn es ans Ins-Bett-Gehen geht. Im Moment ist die Sehnsucht der Geschwister nach ihm ziemlich groß. Jedenfalls weilen die beiden Schwestern im unteren Stock auf Besuch.

(Und ja, eigentlich nehm ich das doch persönlicher, als ich wahrscheinlich sollte. Schon gestern meinte der kleine Sohn, sein Cousin hätte es gut, der hätte eine “Glücksmutter”. Und auch die große Tochter meinte kürzlich, wenn sie bei ihrer Tante B. wohnen würde, würde sie sich viel öfter die Zähne putzen und die Haare frisieren, weil die würde sie immer daran erinnern (ja tu ich denn das nicht?!). Jedenfalls hab ich mit meiner Schwester in den Ferien einen Kindertausch vereinbart, ihre Kinder fühlen sich nämlich von ihr auch nicht richtig verstanden. Vielleicht kehren dann alle reumütig in ihr Zuhause zurück. Aber was, wenn nicht?!)

Nervositätsabbau

Das ist eigentlich das, was ich beim Nähen am liebsten mache: stundenlang inmitten meiner Stoffe sitzen und Kombinationen suchen. Das beruhigt. Und das dauert. Ich versuche immer, die allerallerbeste Stoffzusammenstellung herauszufinden und habe währenddessen noch 100 neue Ideen. Das Nähen geht dann meistens eh schnell (also sobald zugeschnitten ist, weil sonst wäre ja noch eine Änderung möglich…) Jedenfalls bieten sich Patch-Polster perfekt für solche Nervenberuhigungsabende an – immerhin besser als Valium.nach FM Patch mit Liebe

heute alles in grün

Sehr einladend war das Wetter heute ja nicht, nur grau in grau. Die Versuchung, an so einem Tag einfach im Haus zu bleiben, ist ziemlich groß, außerdem hätte ich genug (Haus-)Arbeit zu erledigen gehabt, sodass mir bestimmt nicht langweilig geworden wäre. Aber die Oma hat zum Bärlauchsammeln aufgerufen und so stapften wir mit in den Wald zu den geheimen Bärlauchorten. Auf dem Weg dorthin ein paar Blümchen, die noch sehr zaghaft in die Luft schauten – von Frühling war da heute nicht viel zu sehen.

Das Zwiebelchen ließ es sich nicht nehmen, den Sack mit der Beute selbst nach Hause zu schleppen:Zuhause angekommen ging es dann an die Verarbeitung zu Bärlauchpesto: Da ich keine Pinienkerne daheim hatte, knackten wir zuerst einmal Walnüsse. Sehr viele Walnüsse, weil die Kinder nach dem Spaziergang hungrig waren und die Nüsse dauernd wegaßen. Dann Bärlauch waschen, kleinhacken und in die beste aller Küchenmaschinen, gemeinsam mit den Nüssen, Olivenöl, ein bisschen geriebenem Bergkäse und Salz. Alles pürieren, nochmals abschmecken und fertig. Dazu noch Nudeln und alle waren zufrieden. Den Rest habe ich in Gläser abgefüllt, bedeckt mit Öl – entweder für später oder zum Verschenken. Die zweite Portion habe ich übrigens mit Kürbiskernen und Kürbiskernöl gemacht. Ich habe mich beim Mittagessen je zweimal durchprobiert, aber ich weiß immer noch nicht, welches Pesto mir besser schmeckt.

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